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| Migräne | chron. Spannungskopfschmerzen | Kombination Migräne und Spannungskopfschmerz | Cluster Kopfschmerzen | Tumor | |
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| Frequenz | 2 bis 8x /Monat | Täglich oder fast täglich | Dauerschmerz + 2 bis 8x /Monat typische Migräneattacken | 1 bis 8x /Tag während der Serie | Unterschiedlich |
| Dauer | 4 Stunden bis 2 Tage meist 12 bis18 Stunden | Konstant | Konstant mit 30 min bis 2 Tage dauernden Attacken der Verschlimmerung | 30 bis 90 Minuten | Unterschiedlich |
| Beginn | Allmählich | Allmählich | Allmählich | Plötzlich, erreicht das Maximum der Intensität in 1 bis 3 Minuten | Unterschiedlich, |
| Schmerz- Lokalisation | Einseitig, kann die Seite wechseln und beidseitig werden | Schraubstock oder Helmgefühl, beidseitig | Schraubstock oder Helmgefühl, ständig dazu oft einseitige Attacken | Einseitig, meist hinter dem Auge | Meist einseitig |
| Schmerz- Charakteristik | Pulsierend; mäßig bis schwer | Ständiger dumpfer Schmerz, als ob der Kopf zusammengedrückt wird | Ständiger dumpfer Schmerz in den Attacken Pulsierend; mäßig bis schwer | Anhaltend, schwer, wie mit einem Messer, stechend, zur Verzweiflung treibend | Unterschiedlich |
| Begleitende Symptome | Systemisch- Meist Übelkeit und Erbrechen, Prodrome bei Migräne mit Aura, Vorsymptome bei Migräne ohne Aura, Lichtscheu | Keine, meist auch keine Zunahme durch körperliche Aktivität | Nur in den Attacken wie bei Migräne, oft von Depressionen begleitet | Auf der Schmerzseite: partielles Horner- Syndrom, Tränenfluss, verstopfte Nase Augenrötung | Unterschiedlich |
| Trigger | Stress, Menses, Alkohol, Schlafrhythmusveränderung | Stress | Stress, Depression, | Während der Serien kann Alkohol die Attacken auslösen | Keine bekannt |
| Geschlechtsverteilung | 3:1 weiblich | Gleichmäßig verteilt | Frauen etwas häufiger | 10:1 männlich | Gleichmäßig verteilt |
Unterscheidung Spannungskopfschmerz und Migräne
Symptom Spannungskopfschmerzen Migräne Intensität and Art des Schmerzes Mild-bis-mäßig x x Mäßig -bis schwer x x Intensiv, pochend und stark beeinträchtigend . x Störend aber nicht stark beeinträchtigend x . Dauerschmerz x . Wo es weh tut Eine Seite des Kopfes . x Beide Seiten des Kopfes x x Begleitsymptome Übelkeit und Erbrechen . x Licht- und Lärmempfindlichkeit . x Aura vor den Kopfschmerzen wie Lichtblitze vor den Augen . x Medikamenten induzierte Kopfschmerzen können beide Kopfschmerzarten imitieren. Bei der Migräne fangen Übelkeit und Kopfschmerz meist gleichzeitig an oft geht die Übelkeit den Kopfschmerzen voraus. Wer Kopfschmerzen aufwacht und wem dann gegen Mittag übel wird, hat eher einen Spannungskopfschmerz Übelkeit ist aber bei Spannungskopfschmerzen selten.
Bluthochdruck und Kopfschmerzen- ein Mythos der sich lange hält jetzt aber endlich fallen gelassen werden sollte
Die Vermutung, dass Kopfschmerzen ein Hinweis auf einen hohen Blutdruck sind, ist weit verbreitet. Nicht wenige Hochdruckpatienten gehen sogar davon aus, dass sie an ihren Kopfschmerzen die Höhe des Blutdrucks erkennen können. Dabei handelt es sich nach einer großen Studie um einen weit verbreiteten Irrtum. Sowohl die Gefahren des Bluthochdrucks als auch die Gefahren, die sich hinter Kopfschmerzen als Symptom verbergen können, werden durch solche Annahmen leicht unterschätzt.
Eine norwegische Studie nutzte die Daten von 22 685 Menschen ohne spezielle Kopfschmerzvorgeschichte. Diesen Personen war zwischen 1984 und 1986 der Blutdruck gemessen worden. Zwischen 1995 und 1997 beantworteten diese Personen einen Kopfschmerzfragebogen. Im Ergebnis zeigte sich, dass diejenigen die einen systolischen (oberer Wert) Blutdruck von 150 oder höher hatten, ein durchschnittlich 30% niedrigeres Risiko für Kopfschmerzen hatten, als Personen, die einen systolischen Blutdruck von 140 und weniger hatten. Auch bei Erhöhung des diastolischen Blutdrucks sank das Risiko von Nicht- Migräne Kopfschmerzen. Migränekopfschmerzen zeigten gar keinen Zusammenhang zum Blutdruckwert. Die Autoren der Studie mutmaßen, dass Druckrezeptoren Einfluss auf die schmerzregulatorischen Systeme im Hirnstamm und Rückenmark nehmen und über diesen Mechanismus dafür sorgen, dass Hochdruckpatienten unempfindlicher gegen Kopfschmerzen werden. Frühere Studien an Bluthochdruckpatienten die gleichzeitige unter Kopfschmerzen litten, hatten bereits ergeben, dass die Kopfschmerzen bei diesen Patienten nicht im Zusammenhang mit der Blutdruckhöhe standen. Den Zusammenhang zwischen Bluthochdruck zu untersuchen ist ein schwieriges Unterfangen. Kopfschmerzen und hoher Blutdruck sind allgemein sehr häufig. Dass also Menschen mit einem hohen Blutdruck auch unter Kopfschmerzen leiden ist wegen der Häufigkeit beider Erkrankungen bei vielen Menschen zu erwarten. Die jetzige Studie ist im Ergebnis überzeugend. Es handelt sich um eine Studie, die sich auf Messwerte und Angaben sehr viele Probanden stützt und sie berücksichtig einen langjährigen Verlauf. Einzelne frühere Studien hatten widersprüchliche Ergebnisse gezeigt. Einige ältere Veröffentlichungen hatten teilweise einen Zusammenhang alleine auf Grundlage der Tatsache vermutet, dass Bluthochdruckpatienten auch häufig Kopfschmerzen haben, die entsprechende Kopfschmerzhäufigkeit aber nicht mit der von Vergleichspersonen ohne Blutdruckerhöhung verglichen. Die praktische Bedeutung der jetzt veröffentlichten Studie geht über die Tatsache hinaus, dass ein alter Mythos eine Korrektur erfährt.
Mäßiger Bluthochdruck verursacht leider über Jahre meist keine Beschwerden, der einzige Weg diesem wichtigen Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle auf die Spur zu kommen ist ganz einfach die Blutdruckkontrolle. Die Annahme den Blutdruckwert anhand der Kopfschmerzen beurteilen zu können, kann folgenschwer in falscher Sicherheit wiegen. Kopfschmerzen haben oft harmlose Ursachen, leider liegen aber manchmal doch dringlich behandlungsbedürftige Krankheiten den Kopfschmerzen zu Grunde. Mit der Blutdruckmessung sollte man sich in der Kopfschmerzdiagnostik also nicht zufrieden geben.
Kopfschmerzen können bei langjährig bestehendem Bluthochdruck und sehr hohen Werten aber durchaus auch vom Hochdruck kommen. Die Stärke der Kopfschmerzen geht dann parallel zur Höhe des diastolischen Blutdrucks (des unteren oder 2. Wertes bei der Messung). Vor allem Frauen unter 50 Jahren sind davon betroffen, die Schmerzen sind dann meist morgens am Hinterkopf lokalisiert. Die Behandlung eines Bluthochdrucks ist immer indiziert. Obwohl Bluthochdruck meist nicht ursächlich für Kopfweh ist, kann die Behandlung eines Bluthochdruck die Häufigkeit von Kopfschmerzen vermindern. Betablocker und andere Bluthochdruckmedikamente wirken beispielsweise auch bei niedrigem Blutdruck vorbeugend gegen Migräne. Bluthochdruck ist eine der Hauptursachen für Schlaganfälle und andere gravierende Leiden und vor allem deshalb immer behandlungsbedürftig.
Fälschlich als
Ursache von Kopfschmerzen angeschuldigte Gebrechen gibt es auch sonst zu hauf.
Obwohl die Halswirbelsäule vermutlich nur für 6-maximal 15% der Kopfschmerzen
verantwortlich ist, wird wegen der ab den 30. Lebensjahr regelmäßig vorhandenen
und im Röntgenbild darstellbaren Abnutzungserscheinungen von vielen ganz
generell und zu Unrecht die HWS für fast jeden Kopfschmerz verantwortlich
gemacht.
Nasenschleimhautschwellungen,
Druckschmerz
über den
Nebenhöhlen
und
tränende
Augen
geben vor
allem in
den
Wintermonaten
häufig
Anlass zur
Verwechslung
mit einer
chronischen
Nebenhöhlenentzündung.
Besonders
wenn diese
Symptome
episodisch
immer
wieder
auftreten
und eine
halben bis
3 Tage
dauern
gehen sie
häufig auf
eine
Migräne
zurück. 50
bis 80
Prozent
der
Migräne-Patienten
haben
solche
Symptome.
Nach einer
aktuellen
Untersuchung
hatten von
3000
Patienten
bei denen
bei
solchen
Beschwerden
eine
chronische
Sinusitis
diagnostiziert
worden war
eine
Migräne (Arch
Intern Med
164, 2004,
1769
ABSTRACT).
Zitat:
Nahezu 50
Prozent
der
Bevölkerung
weisen
chronisch
entzündliche
Veränderungen
der
Nasennebenhöhlenschleimhaut
auf, ohne
dass
Kopfschmerzen
oder
Dauerkopfschmerzen
vorhanden
sind. Eine
ursächliche
Beziehung
zwischen
Zeichen
einer
chronischen
Nasennebenhöhlenentzündung
und
primären
Kopfschmerzerkrankungen
besteht
nicht.
...Eine
chronische
Sinusitis
ist als
Ursache
von Kopf-
oder
Gesichtsschmerzen
nicht
validiert,
sofern es
nicht zu
einer
akuten
Exazerbation
kommt....Eine
Nasenscheidewandverbiegung
spielt als
mögliche
Ursache
dieser
primären
Kopfschmerzen
keine
Rolle.
Kopfschmerzen
sollten
daher nur
als
Operationsindikation
bei einer
Nasenscheidewandverbiegung
angesehen
werden,
wenn sie
eindeutig
als durch
diese
verursachte
sekundäre
Kopfschmerzen
identifiziert
werden
können und
primäre
Kopfschmerzen
differenzialdiagnostisch
ausgeschlossen
sind.
Göbel, H.
et al., Dt
Ärztebl
2001; 98:
A 396–401
[Heft 7]
Online HNO Lehrbuch zur Nasennebehöhle
Guidelines der
Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Neurologie
Leitlinien der deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft
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Um Mitteilung wo dies nicht der Fall ist bin ich dankbar. Fragen Sie hierzu immer Ihren behandelnden Arzt. Dieser weiß in der Regel über die hier dargestellten Sachverhalte gut Bescheid und kann Ihren individuellen Fall und Ihre Beschwerden besser einordnen- was für einen bestimmten Patienten nützlich ist, kann einem anderen schaden. Selbstverständlich gibt es zu den meisten Themen unterschiedliche Auffassungen. Soweit möglich wird hier dargestellt woher die Informationen stammen. In den meisten Fällen mit einem entsprechenden Link (da diese oft ohne Ankündigung geändert werden, sind diese leider nicht immer aktuell zu halten).. Leider ist die zitierte Literatur nicht immer kostenfrei zugänglich. Die Beschränkung auf kostenfrei zugängliche Literatur würde manches sehr oberflächlich lassen. In der Regel versuche ich mich in der Darstellung an deutschen oder internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und Metaanalysen der Literatur zu orientieren. Auch dies ist nicht überall möglich. Zum einen gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw, ergänzungsbedürftig. Wenn möglich sind im Text Links zu solchen Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus, dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite aufzusuchen. 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