Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Hirnnerven  I II III IV V  VI  VII  VIII IX X XI XII

Der XI. Hirnnerv (N. accessorius) Schulter–Nackenmuskelnerv. versorgt den Sternocleidomastoideus und den oberen Trapezius. Zur Untersuchung des ersteren läßt man den Patienten den Kopf drehen gegen Widerstand, den der Arzt mit seiner Hand ausübt; gleichzeitig palpiert man mit der freien Hand den aktiven Muskel (kontralateral zur Seite der Kopfdrehung).
Die Lähmung führt zum Hängen der betroffenen Schulter (Trapeziuslähmung), der Arm kann nicht über die Horizontale gehoben werden, Schmerzen im Schulterbereich. Proximale Schädigung bei bei Tumoren der Schädelbasis, Prozessen im lateralen Halsdreieck und gelegentlich bei Carotis-Dissektion. Teilparese durch Lymphknotenentfernungen (Probeentnahme aus einem Halslymphknoten) im seitlichen Halsdreieck, eine solche wird häufig bei TBC- Verdacht durchgeführt, allerdings auch bei anderen Lymphomen oder oft unvermeidlich im Rahmen einer Neck dissektion.

Selten sollen Läsionen im Rahmen von Punktionen der V. jugularis und sogar im Rahmen eines Schleudertraumas möglich sein.  Proximale Ursachen wie Tumore der Schädelbasis, Anomalien des kraniozervikalen Übergangs oder bei Schädelbasisfrakturen sind eher selten.

Nicht selten ist eine operative Behandlung erforderlich

 
Akzessoriusparese
Leitlinie DGN Akzessoriusparese

Film zur Untersuchung der Hirnnerven auf YouTube


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