Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Neurologie was ist das wie und was wird untersucht

 

Was ist Neurologie?

Was ist  EEG,  EMG, VEP, AEP, SSEP. Dopplersonographie und Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten

Was wird eventuell vor der Untersuchung gefragt, oder wie könnten Sie sich darauf vorbereiten

Wie sieht ein unauffälliger Neurologischer Befund aus, mit Links zu den genaueren Zusammenhängen der untersuchten Nerven und Funktionen

 

Leitlinien deutscher Fachgesellschaften unter AWMF online
dort finden sich auch die Leitlinien anderer Fachbereiche, soweit es die Neurologie betrifft sind die direkten Links unten

Was ist Neurologie???

Nervenarzt = Neurologe + Psychiater

 

Neurologie ist die Wissenschaft von den Nervenkrankheiten. Gemeint sind hier die Nerven, die man sehen kann. Beispielsweise der Ischiasnerv, der so dick wie ein Daumen ist. Das hier gemeinte Nervensystem ist das Organsystem, das unsere Empfindungen(z.B. Riechen, Hören Sehen, Spüren, Schmerzen) wahrnimmt und verarbeitet. Es kontrolliert außerdem unsere Bewegungen, unsere Sprache und anderen Ausdrucksmöglichkeiten. Eingeteilt wird es in das zentrale Nervensystem mit dem Gehirn und dem Rückenmark, sowie das periphere  Nervensystem mit den Nerven, die vom Gehirn oder Rückenmark zu den Organen, Muskeln oder der Haut ziehen. Neurologie ist nun die Wissenschaft von den Krankheiten des Nervensystems. Gemeint sind hier also organische Erkrankungen. Entsprechend wird hier auch die Funktion des Nervensystems untersucht. Neben der Anamnese (Beschwerdeschilderung) werden verschiedene Hilfsmittel benutzt. Vom Reflexhammer über den Augenspiegel bis zum EEG, EMG, VEP, AEP, SSEP. Dopplersonographie und Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten, Blutuntersuchungen je nach Beschwerden bzw. Verdachtsdiagnosen. Manchmal ist es zusätzlich erforderlich,   Röntgenuntersuchungen, Computertomographien, oder Kerspintomographien zu veranlassen um zu einer Diagnose und damit auch zu einer Behandlungsgrundlage zu kommen.

Die hauptsächliche Nebenwirkung technischer Untersuchungen ist, dass die Überinterpretation der daraus resultierenden Ergebnisse manchmal richtiggehend krank machen kann. Sie müssen immer von einem klinisch erfahrenen Arzt bewertet werden. Keinesfalls reicht hier beispielsweise die radiologische Beurteilung aus.

 

 

Beispiel was sie vor einer Untersuchung in der Anamnese gefragt werden

 

(oder wie Sie sich auf eine Untersuchung beim Neurologen vorbereiten könnten). Selbstverständlich werden bei jedem Menschen und je nach Krankheitbild oder Beschwerden etwas andere Fragen gestellt.  Dieser Fragenkatalog kann dennoch helfen sich auf eine Untersuchung vorzubereiten. Bedenken sie immer die meisten Diagnosen werden auch in unserer hochtechnischen Medizin durch die Erhebung der Vorgeschichte gestellt.  Man kann bei keinem Menschen alle technisch möglichen Untersuchungen durchführen. Auch Röntgen und Laboruntersuchungen bedürfen zu ihrer Interpretaion zunächst der entsprechenden Anamnese.

1.)     An welchen Krankheiten leiden Ihre Eltern leiden oder woran sind   evtl. Ihre Eltern verstorben, gibt  es bei Ihnen oder den nahen Verwandten, wie Geschwistern und Kindern, besondere erbliche Krankheiten. (z.B. Schlaganfälle, Muskelerkrankungen, Nervenerkrankungen, Epilepsie, Migräne usw.).  

 2) . Ihre bisherigen wichtigen Krankheiten, einschließlich die in der Kindheit durchgemachten,

 

 

3.)    Schildern Sie Ihre jetzigen Beschwerden und wie lange die Beschwerden schon bestehen. Wichtig ist   dabei, daß Sie Ihre Beschwerden in eigenen Worten schildern. ( bitte nicht Angaben wie z.B.:„Bandscheibenvorfall“ (was ein Medizinischer Befund oder eine Diagnose ist), sondern z.B.: 3x im Jahr für 2 Wochen Schmerzen im Nacken verstärkt bei Kopfdrehung mit Ausstrahlung in den Hinterkopf.

 

 

 

4.)Haben Sie selbst Auslöser für Ihre Beschwerden festgestellt?

 

5)Wurden schon technische Untersuchungen durchgeführt? Bitte immer auch dann wenn Sie eine zweite Meinung einholen wolle alte Röntgenbefunde und am besten die Bilder mitbringen. Oft ist hier der Verlauf für eine diagnostische und therapeutische Entscheidung wichtig, außerdem sollten unnötige Belastungen durch wiederholte Untersuchungen vermieden werden.

Ungewöhnliche Auslandsaufenthalte?

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Haben Sie in letzter Zeit an Gewicht abgenommen ?

6.      Wieviel Alkohol trinken Sie

 7.      Wieviele Zigaretten rauchen Sie pro Tag?

 8.      Namen der Ärzte und die Fachbezeichnungen der verschiedenen Ärzte, die Sie derzeit behandeln

10.  Welche Medikamente nehmen Sie derzeit ein

1. ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

2. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

3. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

4. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

5. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

6. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

7. . ____________________________ Anzahl: Morgens__   Mittags_____    Abends____

.  Früher eingenommene Medikamente

 .  Haben Sie Luftnot Nur in Ruhe(  )   bei Belastung(   )

Unter bestimmten Bedingungen. In bestimmten Situationen Welche_______________

 

14.Sind Ihre Beine abends geschwollen Ja (....) Nein (....)

15.Müssen Sie nachts aufstehen zum Wasserlassen  Ja (....) Nein (....)  Wenn Ja wie oft.

17.Leiden Sie unter Husten Ja (....) Nein (....)

Auswurf Ja (....) Nein (....)

.  Wie ist Ihr Appetit  normal (   )  vermindert (   )   vermehrt (...)

20.Essen Sie eine bestimmte Diät? Ja (....) Nein (....)

welche____________________________

21.Wie ist ihr Durst: normal (   )  vermehrt(    )  zuwenig (  )

22.Haben Sie Schluckbeschwerden: Ja (  )  Nein(   ).

23.Leiden sie unter Übelkeit, Erbrechen: Ja (  )  Nein(  )

24.Wie oft haben Sie Stuhlgang: täglich (..)  alle ____Tage

.Haben Sie Beschwerden beim Wasserlassen? Ja (....) Nein (....)

Welche ________________________

7.Haben Sie einen häufigen Harndrang?Ja (....) Nein (....)

28.Haben Sie Schwierigkeiten den Urin zu halten Ja (    )  Nein (  )

29.  Hat Ihre sexuelle Lust nachgelassen   Ja(   )  Nein (   )   Seit wann______

31.Haben Sie Sehstörungen Ja (      ) Nein (   ) Welche_________

32.Tragen Sie eine Brille Ja   zum Lesen (   ) Wieviele Dioptrien_________

Ja  für die Ferne (   ) Wieviele Dioptrien________

33.Hören sie gut (...) Ist Ihr Hörvermögen beeinträchtigt (  ) Wie stark wodurch_______________________

 34.Ist Ihr Geruchssinn beeinträchtigt Ja (....) Nein (....)

 35.Ist Ihr Geschmackssinn beeinträchtigt? Ja (....) Nein (....)

 36.Sind in der Vergangenheit Bewußtlosigkeiten aufgetreten ? Ja (....) Nein (....)

Wann__________________________

Unter welchen Umständen_________

 37.Leiden Sie unter Schwindel (Art, Dauer, Auslösefaktoren)

________________________________________________________________-

___________________________________________

38.Leiden Sie unter Ohrgeräuschen Nein (    ) Ja auf welchem Ohr ___________-Seit wann________

 39.Leiden Sie unter Krämpfen Ja (....) Nein(  ), Wenn Ja was sind das für Krämpfe____________________.

 40.Leiden Sie unter Taubheitsgefühlen Wenn Ja wo_____________________________

 41.Leiden Sie unter Kopfschmerzen (wo, wann, wie lange, Begleitsymptome): ______________________________________________________________________________________________________________________________

 42.Leiden Sie unter  Schlafstörungen: Ja (....) Nein (....)

Welche_ _ _ _ .........

 43.Leiden Sie unter vermehrter Schweißneigung: Ja (....) Nein (....)

 44.Wie ist ihr Blutdruck im allgemeinen?  Normal ( ) erhöht (  ) erniedrigt (   )

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Wie könnte ein unauffälliger Neurologischer Befund aussehen

·    RR: Torr. ·     Puls: /min.

Guter Allgemein- und Kräftezustand. Keine Ödeme, keine Zyanose, kein Ikterus. Periphere Durchblutung o.B.  Bei der orientierenden internistischen Untersuchung konnte über den Brust- und Bauchorganen kein pathologischer Befund erhoben werden: Herz und Lungen auskultatorisch o.B., Leber nicht tastbar.  

Kopf: Schädel symmetrisch gebaut, aktiv und passiv frei beweglich. Kein Druck oder Klopfschmerz im Bereich der Schädelkalotte, die Nervenaustrittspunkte (V) sind schmerzfrei, keine Nackensteifigkeit.

Hirnnerven:     IX X XI XII

 I Geruchsempfinden normal, aromatische Stoffe werden spontan bzw. auf Vorschlag erkannt.  

II Gesichtsfelder normal, bei Spiegelung des Augenhintergrundes keine Stauungszeichen oder Entzündungserscheinungen.

III, IV  VI Lidspalten gleichweit, Bulbi frei beweglich kein Nystagmus, kein Doppelsehen. Die Pupillen sind rund, seitengleich, reagieren gut auf Licht und Konvergenz.

V Die Kaumuskulatur ist seitengleich innerviert, im Gesicht keine sensiblen Störungen.

 VII  Keine Paresen der mimischen Muskulatur, keine Geschmacksstörung. (mit Fazialisübungsschema)

  VIII Soweit bei der neurologischen Untersuchung prüfbar keine Hörstörung, Versuche nach Rinne und Weber unauffällig.

  IX X XI XII Die Gaumensegel werden seitengleich gehoben. Die Zunge wird gerade hervorgestreckt, ohne krankhafte Veränderungen.

Motorik, Tonus, Trophik und Reflexe: Freie Gelenkbeweglichkeit, kein Druck- und Bewegungsschmerz. Finger- Bodenabstand 0 cm. Lasegue und umgekehrter Lasegue beidseits negativ, seitengleich unauffälliger Muskeltonus, keine Paresen, keine trophischen Störungen, Muskeldehnungsreflexe sind seitengleich lebhaft auslösbar, keine Pyramidenbahnzeichen.

Sensibilität: Oberflächen- und Tiefensensibilität intakt.

Koordination: Die Finger- Nase- und Knie- Hacken- Versuche werden zielsicher ausgeführt. Rhombergscher Versuch unauffällig. Unauffälliges Gangbild.

Keine extrapyramidalmotorischen Störungen erkennbar. z.B.: kein Tremor, kein Anhalt für einen Morbus Parkinson

Sprache: Die Sprachartikulation ist intakt, kein Hinweis auf eine aphasische Störung.

Keine apraktischen oder agnostischen Störungen.

Vegetatives Nervenssytem: keine Auffälligkeiten.

 

Leitlinien und andere wichtige Neurologische Links 

Neurologische Untersuchung bebildert und mit Videos (englisch)

 Entwicklung der Fallzahlen und der Vergütung im Nervenärztlichen Bereich

Videos zur neurologischen Untersuchung  auf Youtube

 

Videos zu Kleinhirnsymptomen auf Youtube

Videos zu Nystagmus auf Youtube

 

 

 

 

  

 
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